Es gibt einfachere Wege, um nach neuen Märkten Ausschau zu halten.
 
 

Zürich – Währungsschwankungen sind für jeden Exporteur Tagesgeschäft und werden in den meisten Unternehmen im Bewusstsein der Risiken seit Jahren erfolgreich bearbeitet. Durch den zunehmenden politischen Einfluss und die steigende Volatilität werden Währungsschwankungen zu einem wachsenden Risiko.

So wird es also wieder einmal Zeit, das bestehende Instrumentarium vor dem Hintergrund der aktuellen Ausgangslage zu analysieren und weiter zu entwickeln.

Ist eine starke Währung gut oder schlecht?

Es kommt wie immer darauf an. Länder, die nicht bereit sind ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Reformen, Produktivitätssteigerungen und Innovationen zu erhalten, sind auf eine schwache Währung angewiesen. Durch niedrige Zinsen und eine wachsende Geldmenge werden ineffiziente Projekte finanziert, die kaum ihre Kapitalkosten verdienen. Die Preise für Realwerte wie Immobilien und Unternehmen sowie für Importe steigen, was bei ersteren oftmals zu einer Blasenbildung führt. So manifestiert eine gezielte Schwächung ineffiziente Strukturen und reduziert die Motivation, Reformen umzusetzen, noch weiter.

Länder mit einer starken Wirtschaft haben eigentlich immer eine starke Währung. Die meisten Einwohner sind stolz auf ihre starke Währung und dies mit voller Berechtigung. Eine starke Währung hält fit. Sie erhöht den Druck auf laufende Produktivitätssteigerungen und senkt die Einkaufspreise für Produkte (zum Beispiel für Rohstoffe) und für Investitionen im Ausland. Unternehmen können diese Entwicklungen nicht beeinflussen, sondern müssen sie erkennen und für sich nutzen. Sie werden dort einkaufen, wo sie Preisvorteile nutzen können und dort verkaufen, wo sie wettbewerbsfähig sind.

Lösungsstrategien und Tipps für Unternehmen aus Hartwährungsländern

Neben den meistens nicht zielführenden „Dauer-Ratschlägen“ wie den Hinweisen auf notwendige Qualitätssteigerungen, das Hervorheben der Standortvorteile, die (aufgrund niedriger Volumen kaum umsetzbare) Absicherung von Währungsrisiken über Derivate sowie der Druck auf Produktivitätssteigerung und Kostenreduktionen konzentrieren sich erfolgreiche Exporteure unter anderem auf die folgenden Strategien:
  • Strategie 1 –Diversifikation des Einkaufs: Einkäufer diversifizieren. Sie suchen sich Zulieferer aus unterschiedlichen Ländern und Währungsräumen, um politische und finanzielle Risiken zu verteilen, die Liefersicherheit und attraktive Preise zu garantieren. Ausserdem streben sie eine Währungskongruenz zwischen Ein- und Verkauf an.
  • Strategie 2 –Management der Wertschöpfungsketten: Unternehmen verlagern heute flexibel ihre Wertschöpfungsketten. So können in einem wichtigen Absatzmarkt relativ schnell neben Vertrieb auch Marketing, Kundenbetreuung, Reparaturservice, Lagerhaltung, Anwendungsentwicklung und Montag verlagert werden. Neben sinkenden Risiken und oftmals niedrigeren Kosten gewinnt ein Unternehmen auch noch Marktnähe.
  • Strategie 3 – Verlagerung der Vertriebsaktivitäten: Unternehmen suchen attraktive Absatzmärkte. Sinkende Währungen und fehlende Wettbewerbsfähigkeit steigern nicht die Attraktivität eines Auslandsmarktes. So steigen die Exporte und Investitionen in attraktive Absatzmärkte wie im Moment Nordamerika und Asien, während sie nach Europa stagnieren.
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Mit unseren Produkten und Dienstleistungen wird es auch Ihnen gelingen, mehr neue Kunden in mehr neuen Auslandsmärkten mit weniger Ressourcen und Risiken in kürzerer Zeit zu gewinnen.

 

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